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Hospiz macht Schule, Amalie Friedrichshafen

Stand 2018

Gefördert wurde die Weiterbildung „Hospiz macht Schule“ für drei ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und eine hauptamtlich tätige Koordinatorin zur Umsetzung des Projekts an Grundschulen; zudem die weiterführende Ausbildung „Hospiz macht Schule weiter“ für eine ehrenamtliche Mitarbeiterin und eine Koordinatorin zur Durchführung  an weiterführenden Schulen. Die anfallenden Kosten für benötigtes Material zur Vorbereitung des Projekts wurden ebenfalls übernommen. Die Weiterbildung dient dazu, spezialisierte Ansprechpartner*innen zum Thema Trauer und Tod bei Kindern und Jugendlichen für Anfragen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen auszubilden.

Als ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst hat die Einrichtung einen engen Bezug zur Kinder- und Jugendtrauer und führt seit Anfang 2014 jährlich zwei Kindertrauergruppen für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren durch. Hierdurch ergaben sich immer wieder Ansatzpunkte und Fragestellungen, die die Entwicklung eines Konzeptes zur Begegnung mit Trauer nahelegten. Sinnvollerweise ergibt sich hier der Bezug zur Schule, denn hier kann sich auch mit Trauer auseinandergesetzt werden, ohne dass Kinder aktuell selbst davon betroffen sein müssen.

Gleichzeitig baut der Dienst sein Angebot speziell für jugendliche Trauernde aus (mit speziellen Projekten in Zusammenarbeit mit örtlichen Jugendorganisationen) und wünscht sich eine Festigung der Kenntnisse zur Trauer speziell in dieser Altersgruppe. Dazu ist die Fortbildung im Bereich „Hospiz macht Schule weiter“ an weiterführenden Schulen eine gute Ergänzung.

 

Projektbeschreibung

Bei dem Projekt „Hospiz macht Schule“ handelt es sich um ein – 2005 in NRW entwickeltes – fünftägiges Curriculum zu den Themen Abschied, Sterben, Tod und Trauer, Trost und Trösten, welches von speziell hierfür fortgebildeten Ehrenamtlichen eines Hospizdienstes mit Kindern der Jahrgangsstufen 3 und 4 an Grundschulen durchgeführt werden kann.

Mittlerweile wurden ca. 6.500 Kinder in ca. 250 Grundschulen von Teams aus ca. 300 Hospizvereinen in ganz Deutschland mit dem Projekt erreicht.

Im Herbst 2017 fand sich nun auch unter den ehrenamtlich tätigen AMALIE-Patinnen eine sehr engagierte achtköpfige Gruppe, die sich regelmäßig trifft, das Konzept gemeinsam überarbeitet und ansprechende Materialien in Form von farbig sortierten Projektkoffern für jeden einzelnen Projekttag zusammenstellt, um das Projekt ab Sommer 2018 an Grundschulen im Raum Bodensee und dem Landkreis Ravensburg anbieten und durchführen zu können.

 

Ziele des Projektes

Durch den präventiven Charakter des Projektes soll den Kindern in geschützter Atmosphäre, methodisch abwechslungsreich und in engem Austausch mit Eltern und Lehrer*innen vermittelt werden, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind, und die Möglichkeiten gegeben werden, offen und angstfrei mit dieser Thematik umzugehen, eigene Erfahrungen zu teilen und verlässliche Ansprechpartner*innen für ihre Fragen zu finden.

  • Existenzielle Fragen rund um das Thema werden wieder zunehmend in die Mitte der Gesellschaft getragen.

  • Der Klassenverband und das soziale Gefüge untereinander werden gestärkt. Die Kinder erleben, dass sie mit möglichen Erlebnissen, Ängsten, Unsicherheiten und Verlusten nicht alleine sind.

  • Eltern und Lehrer*innen werden durch das Projekt darin gestärkt und unterstützt, diese sensiblen Fragen des Lebens mit den Kindern offen anzusprechen.

  • Wissen rund um die Themen Sterben, Tod und Trauer wird vermittelt und durch die Begegnung mit Fachleuten (Bestatter, Arzt, ehrenamtliche Patinnen des Kinderhospizdienstes) mit Leben gefüllt.

Der Hospizbewegung wird ein öffentlicher Raum gegeben, ehrenamtliche Angebote der örtlichen Hospizvereine werden bekannt gemacht, und die Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Sorgekultur werden vermittelt.

Mehr zu diesem Projekt können Sie auch in unserem Jahresbericht 2018 lesen.